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Mi Solar

Musikalische Brücke zwischen Berlin und Havanna

Sendung vom 27. Juni 2012

Die Band Mi Solar aus Berlin steht für frische, karibische Salsa Tropical. Ihr zweites Album "Havana Berlin" schlägt symbolisch und musikalisch eine Brücke zwischen den beiden Städten. Denn der Sound von Mi Solar ist kein Abklatsch der Salsa aus Kuba, sondern ein gekonnter Mix aus lateinamerikanischen Rhythmen und urbaner Musik wie HipHop, Funk oder Flamenco.

Die Band; Mi Solar


Stellt euch kurz vor, wer steht hinter Mi Solar?

Maike Scheel: Mi Solar besteht aus sieben Musikern. Ich bin Maike Scheel, ich spiele Bass, dann ist Timo Falk aus Frankreich am Klavier, Walter Martinez aus Kuba am Schlagzeug, Florian Schade aus Berlin an der Percussion und den Congas. Außerdem Jotham Bleiberg, Trompeter. Außerdem unsere Sängerin Mayelis Guyat aus Kuba und Damian Blanco, er spielt kleine Percussion und Chor.


Wie entsteht eure Musik?

Bandfoto von Mi Solar; Rechte: Mi Solar Bild vergrößern

Mi Solar

Jotham Bleiberg: Wir sind drei Komponisten bei Mi Solar. Wenn Mayelis einen Song schreibt, dann setzen wir uns noch daran und arrangieren das Stück und orchestrieren es dann auch für die Band. Dazu bringen wir auch unsere eigenen Einflüsse mit ein. "Havana Berlin" beschreibt dann quasi diese Zusammenarbeit aus verschiedenen Kulturen.


Wie klingt Mi Solar?

Jotham Bleiberg: Wir haben ganz am Anfang versucht Salsa sehr authentisch nachzuspielen. Irgendwann sind wir darauf gekommen, dass wir niemals in der Lage sein werden zu 100% wie eine kubanische Band zu klingen. Das haben wir uns sozusagen eingestanden. Wir lieben aber diese Musik und wir bringen auch unseren eigenen Background in diese Musik mit ein. Wir haben daher den lateinamerikanischen Einfluss und noch unsere eigenen Stile wie Jazz und anderes. Das mischen wir alles zusammen und haben dadurch einen ganz eigenen Klang.


Was bedeutet der Name eures aktuellen Albums "Havana Berlin"?

Mayelis Guyat: Für mich persönlich bedeutet "Havana-Berlin" sehr viel. Ich komme ursprünglich aus Kuba. Nicht aus Havanna, sondern aus Guantanamo. Es war für mich ein großer Schritt in die große Stadt Havanna zu gehen und dann nach Berlin zu kommen. Das ist so ein wenig meine Geschichte. Havanna, Berlin, was soll ich wählen. Havanna ist eine so coole Stadt mit schönen alten Autos und Menschen mit großem Humor. Und Berlin ist eine geile Stadt, mit Swing und sehr Multi-Kulti. Hier konnte ich mich sehr gut einleben und fühle mich sehr wohl.


Wo verwöhnt ihr euer Publikum in Berlin am liebsten mit kubanischem Flair?

Unser großer Moment in Berlin aufzutreten ist meistens zum Karneval der Kulturen und auch beim Bergmannstraßenfest. Das sind so unsere Momente, wo wir uns wirklich vor dem Berliner Publikum präsentieren können. Mittlerweile haben wir auch eine große Fangemeinschaft, da sind Leute, die kommen immer regelmäßig zu unseren Konzerten.


Und eure Meinung zum Berliner Publikum: eher Tanzwütig oder müder Fuß?

Ich glaube man kann die Konzerte der letzten Jahre wo niemand getanzt hat an einer Hand abzählen. Also eigentlich kommt das gar nicht vor. (Alle lachen). Und wenn die Leute erstmal anfangen zu tanzen, macht es uns auch riesig Spaß zu spielen!
(Steen Thorsson)





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