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Lokalmatador

Maat & Marek

HipHop mit Feingefühl

Sendung vom 15. August 2012

Souliger HipHop mit Herz und Verstand und einer fetten Portion Funk: Dafür steht die sechsköpfige Band Maat & Marek aus Köln. Die Newcomer teilten sich bereits die Bühne mit Arrested Development und Mono & Nikitaman. 2011 holten sie sich den Sieg beim Musikwettbewerb "Köln rockt!". Rapper Maat und Produtzent Marek sprechen mit uns über philosophische Tiefe, Höhen und ihre Liebe zur Musik.

Gruppenbild von Maat & Marek; Rechte: dpa


Wer sind Maat & Marek?

Gruppenbild von Maat & Marek; Rechte: Maat & Marek

Maat: Ich bin die Stimme von Maat, dem Rapper von Maat & Marek, der im Moment gerade krank ist, aber seine Stimme ist am Start.

Marek: ...und ich bin Marek, der Produzent des Ganzen und live spiel ich auch gerne die Tasten oder mach ein bisschen Beat Box. Maat & Marek ist eine sechsköpfige Live-Band mit diversen Instrumenten, viele von uns sind auch Multiinstrumentalisten, sprich wir wechseln auch gerne mal die Instrumente untereinander. Ist auf jeden Fall viel dabei, viel Sehens- und Hörenswertes.


Wie würdet ihr eure Musik selbst beschreiben?

Maat: Ein befreundeter Autor hat mal gesagt: 'Post-Rock-Elemente, die Klangflächen erzeugen, in denen Melodien quasi verschwimmen und hier und da aus einem Netz aus feingliedriger Musik immer wieder Rhythmen und Wörter hervor stechen, die insgesamt eine rezomatische Struktur offen legen, die zeigt, dass diese Musik eben eine Tiefe hat für die man sich selbst entscheiden kann.'


Eure Texte erzählen Geschichten, die schon fast philosophisch sind. Sind das alles Darstellungen aus deinem Leben oder woher kommt diese Tiefe, Maat?

Gruppenbild von Maat & Marek; Maat & Marek Bild vergrößern

Maat & Marek

Maat: Also ich bin kein Freund davon jetzt Seelen-Striptease zu machen und mich für 'so-was-wie-Kunst' zu prostituieren. Ich versuche eben aus dem Spannungsverhältnis, wie ich eigentlich selbst in diesem Leben gerade zurechtkomme oder was mich eigentlich wirklich beschäftigt... Genau diese Momente quasi aufzunehmen, weil die wieder nachvollziehbar sind für andere Leute. Und vielleicht ist auch genau das der Moment der Tiefe. Weil ich bin das nicht, der die Tiefe darein bringt. Das sind die Leute, die das hören. Ich bin mehr die Projektionsfläche.


Anfang 2011 habt ihr euer Debütalbum "Denksport" veröffentlicht und seitdem ist einiges passiert. Ihr habt viele Konzerte gegeben und wart sogar Vorband von Arrested Development aus den USA. Was war denn für euch der Höhepunkt des letzten Jahres?

Marek: Wir haben auf gut Glück bei einem Band-Contest mitgemacht und haben das Ding gewonnen. Was aber eigentlich gar nicht der Plan war. Wir wollten eigentlich nur spielen. Und es gab diverse Gewinne, unter anderem halt auch eine Single-Produktion mit der EMI. Und wir haben das dann für uns so gedreht, dass wir jetzt die Möglichkeit hatten, hier in Köln in den Maarweg Studios, eine Live-DVD aufzunehmen. Und freuen uns natürlich auch sehr dann mit diesen Produkten, was sie ja dann sind, auch Welle zu machen, klar, im nächsten Jahr.


Am kommenden Samstag (18.08.2012) gebt ihr ein Konzert in Wuppertal. Was darf man erwarten, wenn man euch Live sieht?

Marek: Wir arbeiten ja gerade am zweiten Album und es kommen immer mehr neue Songs dazu. Die Show sieht mittlerweile so aus, dass es fast Hälfte - Hälfte ist. Sprich: Hälfte altes Album und die zweite Hälfte das neue Album. Und das ist gerade eigentlich ziemlich interessant, weil wir eine schöne Brücke bauen. Wo man wirklich auch die Entwicklung mitbekommt, man hört einen Unterschied! Es ist auf jeden Fall eine Menge Abwechslung drin. Wir tauschen Instrumente auf der Bühne, haben extrem viel Spaß, gehen mega ab, versuchen jeden in unseren Bann mitzureißen und einfach diesen positiven Vibe, den wir von Grund auf haben, zu verbreiten.
(Rebecca Nowak)




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