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Lokalmatador

Noë

Ska und Swing zum Tanzen und Zuhören

Sendung vom 29. August 2012

Noë ist eine fünfköpfige Band aus Berlin. Auf ihrem Debutalbum "PingPong" vermischen sie auf charmante Art Ska und Swing und singen dazu auf Deutsch, besonders gerne über das Meer.

Lokalmatador: Noe; Chrissi Velten


Wie kam es zu dem Bandnamen Noë?

Stephan: Noë ist mein Nachname, insofern war es relativ naheliegend, ihn zu nehmen. Außerdem ist es das französische Wort für "Noah", also "Arche Noah". Dass das Sinn macht, ist uns erst hinterher aufgefallen. Denn Meer und Seefahrt spielt immer wieder eine Rolle in unserer Musik.


Wie kommt das?

Wo das herrührt, weiß ich auch nicht genau. Ich bin nicht am Meer groß geworden, ich bin Berliner. Es ist vielleicht eine Art Karl-May-Variante, dass man sich irgendwo hin spinnt. Es begeistert mich einfach, ich kann's gar nicht ausdrücken. Irgendwie schleicht sich das immer wieder in die Texte rein, so dass ich manchmal selber schon denke: Jetzt schon wieder was mit Meer und Schiffen. Aber diese Bilder sind für mich einfach sehr stark. Und das sind ja auch nur Bilder. Wir machen ja jetzt nicht Seefahrtslieder zum Schunkeln.


Beschreibe bitte die Musikmischung von Noë.

Swing und Ska kommen in unserer Musik auf jeden Fall vor. Und als "Ska-Band" werden wir öfters angekündigt, wenn wir live spielen. Aber vor der Ska-Ecke haben wir auch ein bisschen Angst. Dadurch haben die Leute ein fertiges Bild im Kopf: Von der ersten bis zur letzten Minute abgehen, tanzen und schwitzen. Aber bei uns muss man sich das erst erarbeiten. Unsere Musik ist halt nicht so eine Auf-die-Fresse-Musik. Und vom Swing haben wir einen Kontrabassisten, der vom Jazz kommt und gerne Walking Bass spielt. Und unsere Bläser spielen auch in die Richtung.


Was ist das Charakteristische an Eurer Musik?

Das Charakteristische für Noë ist, dass es Tanzmusik sein könnte, größenteils auch ist, die Musik aber immer so ein bisschen mit den Texten konkurriert. Wir haben eben auch diese textliche Ebene. Und wir hatten es schon oft bei Konzerten, wenn man sich hinterher mit Leuten unterhalten hat, dass die gesagt haben: "Ja, wir wussten jetzt nicht, sollten wir zuhören, oder sollten wir tanzen." Und manche schaffen aber auch beides: Tanzen und Zuhören.


Was wäre das schönste Kompliment, das man Euch machen könnte?

Dass die Leute halt nur bei der Musik sind, wenn sie zuhause sind und sich die CD anhören - dass sie einfach darin aufgehen. Und wenn wir das bei den Leuten erreichen, dann ist es das Größte.
(Andrea Halter)





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