Sonntag, 19.05.2013
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Funkhaus Europa
Musik
MC Fitti
Sendung vom 12. September 2012
Vom Geheimtipp aus dem Kiez zum YouTube-Star in kurzer Zeit. Unser Lokalmatador MC Fitti hat mit seinem Hit "30 Grad" nicht nur den Sommer in Berlin dauerbeschallt. Im Video dazu setzt der bärtige Rapper charmant Achtziger-TV-Serien ein Denkmal.
Ich bin MC Fitti, und eigentlich gibt's mich gar nicht, aber irgendwie gibt's mich doch, das ist immer so ein bisschen komisch. Ich habe einen Bart und eine Sonnenbrille und Käppi, die ich aber beim Schlafen nicht aufhabe.
Ich wollte immer Kunst machen und habe auch immer Kunst gemacht. Mit meinem Produzenten Udo Zwackel habe ich einfach mal zwei Lieder im Jahr aufgenommen, bei ihm hinten im Homeoffice Studio hinterm Schlafzimmer. Und dabei ist immer Quatsch rausgekommen. Und dann habe ich einfach irgendwann mal angefangen das hochzuladen bzw. Videos zu den einzelnen Liedern zu machen. Und dann hat das im Internet ganz gut Anklang gefunden. Und Schwupp bin ich jetzt hier am Start.
"30 Grad", sage ich immer, geht ab wie ein Zäpfchen. Wie ein vorgeöltes, warmes Zäpfchen (lacht). Und "30 Grad" ist im Moment das Zugpferd. Darum denken auch alle, dass ich nur das gemacht habe oder dass ich nur 80ies-mäßig abgehe. Ist ja gar nicht so.
Ja die Besser-Späti-Als-Nie-Tour 2012 war ziemlich interessant. Wir haben täglich entschieden, wo wir am nächsten Tag in Deutschland hinfahren. Und haben dann auf Facebook kommuniziert: Wo wollen wir jetzt am besten hinkommen und wer hat eine Location am Start? Ich hätte nicht gedacht, dass es so einen Anklang findet und so viele Leute dann auch kommen. Also in Hannover haben wir gesagt, 19.30 Uhr fangen wir an; pünktlich. Um 19 Uhr waren vier Leute da. 19:35 Uhr ging es dann auf einmal los. Dann kamen die Leute in Scharen, und dann waren auf einmal 400 Leute da - mit stagediven und so.
Ich bin ja eigentlich gelernter Handwerker und wollte eigentlich immer studieren. Medienkunst oder so'n Kram. Und ich finde diese Medien ziemlich interessant, wenn man die sich so ein bisschen aus einem anderen Blickwinkel anguckt und wenn man die auch benutzt. Und guckt, wo sind da die Schwächen oder wo kann man bei verschiedensten Marken eigentlich noch ein bisschen was weiterentwickeln.
(Manuel Agostinho)
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