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Lokalmatador

Simon Grohé

"Der Weg ist das Ziel und dann geht's noch weiter"

Sendung vom 31. Oktober 2012

Er kommt aus Bonn und glänzt seit 2009 als Rapper und Sänger mit gefühlvollen Texten. Früher nannte er sich Eskimo The Soulion, nun ist er unter seinem bürgerlichen Namen Simon Grohé aktiv. "Wir sind so", der Titelsong des Films "Kleinstadthelden", machte ihn bekannt. Auf seiner aktuellen EP "Rot" verbindet unser Lokalmatador seine persönlichen Texte mit live eingespielten Reggae-Soul- und HipHop-Grooves.

Lokalmatador: Simon Grohé; 35mm Photo


Wie bist Du zur Musik gekommen?

Simon Grohé: Zur Musik bin ich durch meine Familie gekommen, die schon immer sehr musikalisch war. Und irgendwann fing ich dann selber an zu schreiben. Die Texte waren von Anfang an sehr persönlich ausgerichtet, es war und ist sehr intime Musik. Ich denke, dass wenn man das was man im tiefsten Innern verspürt zum Ausdruck bringt, die meisten Menschen das auch nachvollziehen können. Meine Musik ist von Anfang an also sehr persönlich und nah an meinem Leben gewesen.


Wie entwickelte sich dein Stil?

Vom Style her habe ich mit Rapmusik angefangen und bin später zum Sänger gewachsen. Das kam dadurch, dass ich angefangen hatte in einer Reggaeband zu singen. Und mittlerweile ist es halt einfach ein Mix: HipHop, Reggae und Soul werden zu meiner Pop-Musik.


Du kommst aus Bonn, inwiefern hat Dich das geprägt?

Ich würde behaupten, dass das Rheinland einen speziellen Charme und eine gewisse Mentalität hat, die warmherzig und freundlich ist. Ich bin durch meine Heimat insofern geprägt, dass ich ein sehr offener und ehrlicher Mensch geworden bin und das trage ich in mir egal wo ich bin auf der Welt. Ich bin hier aufgewachsen und fühl mich hier wohl und ich werde auch für ewig hier im Herzen zuhause sein.


Dein Song "Marlene" hat ein sehr ungewöhnliches Konzept. Worum geht es da?

"Marlene" ist ein fiktiver Song, wo ich mich in die Situation reinversetze, dass ich Vater bin. Also ich stelle mir vor eine Tochter zu haben und wie sie zum Beispiel in meiner Wohnung rumtätschelt und meine Schuhe herumwirft und alles herunter reißt was nicht über ein Meter hoch ist. Ich drücke einfach meinen Wunsch aus, Vater zu werden.


Wovon singst du in "Bis alles geht"?

"Bis alles geht" ist für mich einfach ein Song, der sozusagen den Vorhang auf macht, beziehungsweise die graue Wolkendecke wegschiebt. Er ist hoffnungsvoll. Ich will halt nicht nur meine Musik jedem vorstellen, sondern ich will auch den Weg dahin leben. Ich will Musik solange machen bis ich erfüllt bin. Doch dann höre ich nicht auf, sondern mache erst recht weiter. Das ist für mich "Bis alles geht". Der Weg ist das Ziel und dann geht's noch weiter.
(Adrian Nowak)





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