Freitag, 24.05.2013
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Musik
"Im Radio 2.0"
Sendung vom 12. Juli 2012
"Im Radio läuft doch immer nur das Gleiche" - diese Kritik ging wahrscheinlich schon jedem von uns über die Lippen. Von den immer gleich klingenden Radio-Playlisten ist auch die deutsch-spanische Reggae-Dancehall-Band Raggabund genervt. In ihrem Song "Im Radio 2.0" fordern sie "mehr guten Sound im Radio". Wie es zu dem Song kam, erzählt uns Raggabund-Sänger und Rapper Paco Mendoza.
Paco Mendoza: Der Titel heißt im Radio 2.0, weil es den Song schon mal auf unserem Debüt Album gab. Da gab es den ersten Teil "Im Radio", da hat mein Bruder auf einem HipHop-Beat erklärt warum er unbedingt im Radio gespielt werden will. Der Song hat mich dann dazu inspiriert, einen weiteren Titel zu dieser Thematik zu schreiben und daraus ist dann "Im Radio 2.0" geworden. Den Titel gibt es natürlich auch auf Spanisch. "En La Radio" ist auf meinem Soloalbum Paco Mendoza "Consciente y Positivo" erschienen.
Natürlich spielen wir bei dem Refrain mit dem Raggabund-Sound auch damit, dass wir selbst mehr im Radio gespielt werden wollen. Aber im Allgemeinen zählt das natürlich nicht für unsere Musik. Ich meine, inhaltlich geht es beim Radio 2.0 um eine Sache: Wir sind ja als Band sehr oft mit dem Auto unterwegs, weil wir sehr viele Konzerte spielen. Und egal in was für einem Bundesland wir sind, immer wieder ertönen die selben Lieder im Radio. Und manchmal habe ich das Gefühl, dass die großen Kommerzsender nur eine Platte an Künstlern spielen und die große Vielfalt der Independentkünstler in Deutschland außen vor gelassen wird. Ich bin ja viel auf Festivals unterwegs, höre viele Bands und tolle Musiker und würde mir einfach wünschen, mehr von diesen im Radio zu hören.
Produziert wurde er von Raggabund und Tailormade im Studio in Köln. Witzigerweise habe ich den Song während der Fertigstellung meiner Diplomarbeit geschrieben. Ich saß die ganze Zeit am Computer, musste diese Arbeit tippen und hatte einfach irgendwann keine Lust mehr. Was lag also näher als einen Song zu schreiben? Und so ist dann "Im Radio 2.0" entstanden.
(Steen Thorsson)
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