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Sie befinden sich hier: > WDR.de > Funkhaus Europa >Musik >"The World (Is Going Up In Flames)"


The Story behind

"The World (Is Going Up In Flames)"

Charles Bradley

Sendung vom 23. August 2012

2011 brachte der US-amerikanische Soul-Sänger Charles Bradley sein Debütalbum "No Time For Dreaming" auf den Markt - im Alter von 62 Jahren. Für Träumereien hatte Bradley in der Tat nie Zeit. Stattdessen musste er sich lange mit Aushilfsjobs über Wasser halten, wohnte in Sozialwohnungen und zeitweise sogar auf der Straße. "The World (Is Going Up In Flames)" ist seine soulige Kritik am US-Sozialsystem.

Portrait von Charles Bradley singend mit Mikrofon vor roter Wand; Kisha Bari


Was steckt hinter "The World (Is Going Up In Flames)"?

Charles Bradley: Die Geschichte zu dem Lied ist im Grunde sehr einfach: Egal, wo man hinguckt, ist Amerika voller Probleme. Menschen verlieren ihr Zuhause, ihre Wohnungen und Häuser. Freunde von mir, und sogar meine Schwestern mussten ihr Zuhause räumen und ins Obdachlosenheim ziehen. Rechtschaffene Menschen, die ihr ganzes Leben lang hart gearbeitet haben, verlieren alles, was sie haben.

Die Politiker wissen, was im Busch ist. Obama hat genug Geld, um es den Banken zu geben. Aber für die Leute, die es wirklich nötig hätten, für die hat Amerika kein Geld. Was passiert mit dem ganzen Geld? Wo fließt es hin?


Glaubst Du, dass Barack Obama ein guter Präsident ist?

Ich glaube, dass Obama viele wichtige und entscheidene Veränderungen in Amerika gemacht hat und noch macht. Aber er steht unter großem Druck. Und er blickt auf einen Trümmerhaufen, den ihm sein Vorgänger hinterlassen hat. Ich glaube, dass sich Barack Obama wirklich für unser Land und die Menschen einsetzt. Und er hat auch schon einiges erreicht. Aber die meisten Leute geben ihm keine faire Chance!


Hast Du noch Hoffnung, dass sich die Lage der sozial Schwachen in Amerika in absehbarer Zeit verbessern wird?

Ich liebe Amerika, da darf mich jetzt keiner falsch verstehen. Ich liebe Amerika, und es ist auch das einzige Land, das ich wirklich kenne. Aber ich weiß, dass ich meinen Augen trauen kann. Und ich habe schon viel gesehen! Ich habe die Rassentrennung miterlebt, habe gesehen, wie sich die Dinge verändern und entwickeln. Aber ich kommentiere es nicht, sondern behalte meine Meinung für mich. Aber ich weiß, dass mich meine Augen nicht trügen! Und ich sage: Die Welt geht in Flammen auf!
(Andrea Halter)





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