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Funkhaus Europa
Musik
"It's a man's man's man's world"
Sendung vom 31. Juli 2012
"Mr. Dynamite", "Original funk soul brother", "Hardest working man in show business" und natürlich "Godfather of soul" - die meisten und schönsten Beinamen der Popgeschichte gehören alle Ihm: James Brown. Einer seiner größten Hits ist "It's a man's man's man's world" von 1966.
Der Musiker, Sänger, Tänzer und Bandleader prägte mit seinem Funk ganze Generationen von Musikern: Michael Jackson, Sly Stone, Miles Davis, Bob Marley - sie alle hat er inspiriert.
Auf den ersten Blick scheint der Songtext von "It's a man's man's man's world" voller chauvinistischer Klischees zu sein. Doch es war eine Frau, Betty Jean Newsome, die diesen Text für und mit Brown zusammen verfasste. Sie beschreibt darin eine Welt, in der die Männer zwar die Macht besitzen, in der aber erst die Frauen diese Welt lebenswert machen. Ein Text, wohl ganz im Sinne des Interpreten.
Der Song erschien 1966 auf dem gleichnamigen 19. Studioalbum des US-Amerikaners. Die Geschichte von "It's a man's man's man's world" geht aber zurück bis ins Jahr 1963.
James und seine damalige Freundin und Background-Sängerin Betty Jean Newsome saßen im Tourbus, als Betty Jean anfing etwas zu summen: "Dah-dah-dah-dah-dah-dah-dah, man's world" summte sie in sein Ohr. Brown, direkt von der Melodie gepackt, stieg mit ein und der Anfang zu einem seiner größten Hits war geschafft.
Der Song wurde direkt zu einem international gefeierten Hit. Zahlreiche Künstler haben in den letzten fünf Jahrzehnten eigene Versionen des Songs aufgenommen. Darunter Cher, Seal oder die wunderbare Version des guineischen Sängers Sekouba Bambino.
Vor allem aber wurde die Black Music der USA nachhaltig mit dem "It's a man's world"-Virus infiziert. Ob im HipHop bei Guilty Simpson, Ice Cube oder dem Wu-Tang Clan oder im R'n'B und Modern Soul bei Alicia Keys oder Macy Gray. Überall finden sich Spuren dieses Hits.
Es sind vor allem James Browns Live-Shows, die in Erinnerung bleiben. Er tanzte nicht nur wie kein anderer, er schaffte es auch seine Songs zu fast 20-minütigen Epen auszudehnen, ohne das Publikum zu langweilen.
Seine Karriere war durchzogen von zahlreichen Höhen und Tiefen. James Brown kam zum Beispiel mehrfach mit dem Gesetz in Konflikt: Unter anderem wurde er mehrfach wegen illegalen Waffenbesitzes und verschiedenen Drogendelikten verurteilt. Seine enorme Popularität wurde dadurch aber nicht geschwächt.
Als "Mr. Dynamite" dann am ersten Weihnachtstag 2006 im Alter von 73 Jahren an Herzversagen verstarb, kamen fast 20.000 Menschen in die James-Brown-Arena in seiner Heimatstadt Augusta und gaben ihrem Idol das letzte Geleit. Seine Musik lebt weiter, sie war seine Art Liebe in die Welt zu tragen. So sagte er 1985 einmal in einem Interview: "Whatever you do is about love; it's all about love anyway."
(Mario Derstappen)
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