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Süpertunes

The Very Best & LaBrassBanda

Afro-Superstars und bayerischer Techno

Sendung vom 13. Juli 2012

Wie gewinnt man Indie-Fans für Afropop? Indem man einen relativ unbekannten Sänger aus Malawi mit Superstars zusammenbringt. Wie schafft man als unbekannte bayerische Blaskapelle den internationalen Durchbruch? Indem man das eigene Dorf erstmal links liegen läßt und die großen Festivals rockt!

The Very Best: MTMTMK (Moshi Moshi/Cooperative Music)

Cover des Albums: Blick von oben auf Wolken über Wasser; Moshi Moshi Bild vergrößern

MTMTMK

Hinter "The Very Best" aus London stecken der Sänger Esau Mwamwaya sowie der Studiotüftler Johan Karlberg. Funkhaus Europa hatte das Projekt schon vor vier Jahren beim Soma-Festival in Köln präsentiert, noch vor der Veröffentlichung der ersten CD "Warm Heart Of Afrika". Die Stimme von Esau Mwamwaya, den man in London zufällig entdeckt hatte, entzückt seitdem Indie-Fans ebenso wie Liebhaber von Afropop.

Daran wird jetzt wieder angeknüpft auf dem neuen Werk MTMTMK, übrigens eine Anspielung auf die Abkürzung MDMA auf dem aktuellen Madonna-Album. Der gebürtige Schwede Karlberg kommt aus dem Umfeld des Londoner Radioclit-Teams hat das richtige Händchen für die entsprechenden Gäste. Auf dem letzten Album waren es M.I.A. und Vampire Weekend, jetzt ist K'Naan mit dabei zusammen mit Amadou & Mariam aus Mali sowie Baaba Maal aus dem Senegal. Und dann gibt's mit Mo-Laudi aus Südafrika sowie der Sängerin Sonye sogar noch Nachwuchskräfte zu entdecken.
Das Ganze ist dann noch ziemlich poppig produziert. Das Album bietet durch die Mitwirkung von Esau Mwamwaya auch einen musikalischen Einblick in dessen Heimatland Malawi in Südostafrika. Man ist dorthin gefahren und hat in der Hauptstadt Lilongwe fünf Wochen lang dort das Album aufgenommen. Ein tolles Album mit schönen dubbigen Tracks, aber schnellen Nummern - für alle Fans von traditionellem, aber auch von progressivem Afropop.


LaBrassBanda: Live Olympiahalle München (Trikont)

Cover des Albums: Die Band auf der Bühne; Trikont Bild vergrößern

Live Olympiahalle München

Auch die fünf Jungs von LaBrassBanda aus Bayern kennen wir gut in Funkhaus Europa: beim Juicy Beats Festival in Dortmund waren die Jungs mit ihren Blasinstrumenten wie Tuba und Trompeten vor zwei Jahren am Start - in voller Aktion. Und genau diese unglaubliche Bühnenpräsenz und den Witz von LaBrassBanda gibt's jetzt auf einer Live-CD, aufgenommen vor einem halben Jahr in der Münchner Olympiahalle. Ja, richtig gelesen: fünf Jungs aus einem kleinen bayerischen Dorf vom Chiemsee durften die riesige Halle in München bespielen, Fassungsvermögen: 12.000 Besucher. Klingt fast wie ein Märchen...

Frontmann Stefan Dettl erklärt es auf der Live-CD selbst von der Bühne herunter: LaBrassBanda hatten zunächst ziemliche Probleme, in ihrem eigenen Bundesland Bayern an Auftritte zu kommen. Also hat man erstmal auf dem Roskilde-Festival in Dänemark gespielt, hoch im Norden. Das Publikum wurde schnell in den Bann gezogen durch die Blechbläser-Truppe, die auch vor Elektohits von Daft Punk nicht Halt machte.
LaBrassBanda können es sich in dieser Saison sogar leisten, nur auf wenigen Festivals zu spielen. Offiziell legt man eine kreative Pause ein, um das nächste Studioalbum aufzunehmen. Aber Frontmann Stefan Dettl hat gerade seine eigene, zweite Solo-CD rausgebracht - "Summer of love". Und noch dazu ein eigenes Weizenbier kreiert, das "Love Beer", zusammen mit einer kleinen Privatbrauerei.

Die Jungs kommen am 10. August nach Budapest zum Sziget-Festival, und am 26. August folgt dann das gloriose Heimspiel beim Chiemsee-Reggeafestival, praktisch um die Ecke vom Heimatort Übersee der Band. Die neue CD "Live in der Olympiahalle München" gibt's auch als Limited Edition mit einer DVD inklusive WDR Rockpalast-Mitschnitt.
(Stefan Müller)





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