Sonntag, 19.05.2013
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Das Massiv der Calanques
Sendung vom 08. Oktober 2012
Es ist nicht einfach, zu den Calanques zu gelangen. Denn von Anfang Juni bis Ende September ist der Zugang zur Steilwandküste bei Marseille streng geregelt. Grund ist die Hitze und Trockenheit, die in der Region gerne zu Waldbränden führt. Wer die Calanques erreicht hat, weiß aber sofort, dass sich die Anreise gelohnt hat.
Christine Watty im Gespräch mit Ursula Duplantier, Funkhaus Europa-Reporterin
(08.10.12), 6'45
Im Nationalpark der Calanques wurden an die 140 geschützte Arten (Tiere und Pflanzen) und 60 Meeresspezies registriert. Unter ihnen Adler, vom Aussterben bedrohte Meeresschildkröten und rote Korallen. Sogar Delphine und Finnwale nähern sich immer wieder der Küste.
Der Nationalpark erstreckt sich auf 8.500 Hektar Land und 43.500 Hektar Meeresraum. Eine weitere Besonderheit dieser Landschaft sind unter Wasser liegende Grotten, die vor 300.000 bis 400.000 Jahren entstanden sind. Die berühmteste Höhle ist die "Grotte Cosquer", die auf die Altsteinzeit zurückgeht. Dort sind an die zweihundert Malereien und Eingravierungen zu sehen, die Tiere, Hände und geographische Formen zeigen. Der Zugang zur 37 Meter unter Wasser liegenden Grotte ist heute zwar gesperrt. Sie kann aber auf einem virtuellen Spaziergang im Internet (siehe Linkbox) besichtigt werden
Bei starkem Wind oder zu großer Trockenheit, werden einige Spazierwege und Strände in den Calanques gesperrt. Vor einem Calanque-Besuch im Sommer, sollte man sich also per Telefon (0811 20 1313) oder im Internet (siehe Linkbox) erkundigen, welche Gebiete gesperrt sind.
(Ursula Duplantier)
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