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Süperflimmern

"Töte zuerst"

Programmguide vom 05.03.2013

Die Oscar-nominierte Dokumentation "Töte zuerst" gewährt Einblicke in den israelischen Geheimdienst Shin Bet, eine neue Serie handelt über zwei Polizistinnen in Manchester und der Kurzfilm Valibation zeigt einen intensiven Handynutzer. Süperflimmern - alles Sehenswerte aus Netz und TV.

Der ehemalige Schin-Bet-Chef Ami Ayalon; NDR/Dror Moreh


Der israelische Geheimdienst Schin Bet

Der israelische Inlandsgeheimdienst Shin Bet ist vor allem dafür zuständig Terrorismus zu bekämpfen. Er bereitet u.a. sogenannte gezielte Tötungsaktion vor, bei denen Terroristen durch Raketenbeschuss getötet werden. Eigentlich ist wenig aus dem Inneren des Geheimdienstes bekannt.
Umso erstaunlicher ist es, dass Dror Moreh, der Regisseur der Doku "Töte zuerst" es geschafft hat, alle sechs noch lebenden ehemaligen Chefs des israelischen Geheimdienstes vor die Kamera zu bekommen. Und die reden ziemlich offen über die Tötung von Palästinenserführern, Bombenabwürfe und auch den systematischen Einsatz von Folter bei Verhören.
Auf der einen Seite versuchen sich die Geheimdienstchefs moralisch und politisch zu rechtfertigen. Auf der anderen Seite erklären sie deutlich ihre Zweifel an Maßnahmen wie der gezielten Tötung von Terroristen. Angeblich machen diese, Israel sicherer, aber in der Realität rufen sie immer entsprechende Gegenreaktionen hervor.
"Wir wollten Sicherheit und bekamen den Terror", sagt Ami Ajalon. Auch der ältestes noch lebende Geheimdienstchef Avraham Shalom spricht davon, dass Israel eine brutale Besatzungsarmee geworden sei. Das habe auch den Charakter des Volks verändert.
Am Ende ziehen alle Geheimdienst-Chefs einen ähnlichen Schluss: Eine militärische Lösung gibt es nicht. Man müsse reden, um Vertrauen auf allen Seiten aufzubauen. Avraham Shalom will da auch die Hamas nicht außen vor lassen. Klare Worte von ehemaligen engen Regierungsvertrauten, die nicht nur in Israel für einigen Wirbel sorgten. Die Dokumentation "Töte zuerst" war auch für einen Oscar nominiert. Arte zeigt sie Dienstagabend um 20:15 Uhr, die ARD am Mittwoch um 22:45 Uhr.


Polizistinnen in Manchester

Mehr zum Thema

Scott & Bailey heißt eine neue britische Krimiserie. Und so heißen auch die beiden Hauptfiguren - zwei Polizistinnen, die in Manchester Mordfälle aufklären. Das Frauen ermitteln ist keine Neuheit mehr. Natürlich wird auch in dieser Serie relativ schnell klar, dass Frauen auch die bessere Polizeiarbeit machen.
Das Besondere an der Serie ist aber, dass die beiden Ermittlerinnen auch Freundinnen sind. So nimmt das Privatleben der Frauen einen recht großen Raum ein.
Es geht um Beziehungen, um Familie und Job und die Probleme die karriereorientierte Frauen mit ihrem Privatleben haben. Die erzählt die Serie ziemlich direkt und authentisch, hier und da auch mit ein wenig britischem Humor. Deshalb findet man die beiden befreundeten Polizistinnen auch ziemlich schnell sympathisch. Und nebenbei lösen sie noch spannende Mordfälle.
Scott & Baily läuft ab dieser Woche jeden Montagabend auf ZDF Neo und ist zudem in der ZDF Mediathek zu finden.


Handyjunkie

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Es gibt Leute, die können nicht mehr ohne ihr Handy. Die schauen alle zwanzig Sekunden drauf, obwohl man sich mit Ihnen unterhält und posten jeden Kaffee, den sie trinken. Auf diesen typischen Smartphone-Intensivnutzer trifft man im Kurzfilm Valibation. Das Handy ist immer dabei: Morgens beim Frühstück, auf dem Weg zu Arbeit, beim Joggen in der Mittagspause.
Abends wärmt er dann per SMS direkt mal drei alte Bettgeschichten auf. Bei einer hat er Erfolg, aber selbst in der gemeinsamen Nacht kann er nicht so ganz bei der Sache bleiben, weil immer neue Nachrichten auf dem Handy erscheinen.

Am nächsten Morgen ist das Handy plötzlich weg. Dafür bemerkt er einen Ausschlag an seiner Hand, der immer größer wird. Weil der immer schlimmer wird, geht er damit zum Arzt. Der Arzt kann ihm nicht wirklich helfen, denn es wird ziemlich schnell klar, dass das, was ihm da aus der Hand wächst, sein Handy ist. Unter dem Fingernagel wächst die Handykamera durch und an einem anderen Finger kommt die Kopfhörerbuchse durch die Haut. Nachdem er am Anfang noch ziemlich irritiert ist, freundet er sich recht schnell mit seiner neuen Verbindung zum Smartphone an. Valibation ist ein gut gemachter Kurzfilm mit gelungenen Spezialeffekten, der einem den Spiegel über intensive Handynutzung vorhält.
(Sebastian Sonntag)





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