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Mario und kein Ende?
Sendung vom 24. August 2012
Unbestritten ist Super Mario einer der größten Videospiel-Helden aller Zeiten. Ebenso klar ist demzufolge, dass man mit regelmäßig erscheinenden, neuen Spielen, viel Geld verdienen kann. Jetzt ist "Super Mario Bros. 2" für den Nintendo 3DS erschienen. Innovation oder Geldmacherei? Tom Westerholt hat das Spiel getestet.
Sebastian Filipowski im Gespräch mit Tom Westerholt, Spieleexperte
(24.08.12), 3'05
Dass die Geschichte letztendlich immer wieder dieselbe ist, das ist fast schon Ehrensache. Marios Freundin, Prinzessin Peach wird von Bösewicht Bowser entführt und fortgeschafft. Wir als Mario müssen dem Bösewicht von Welt zu Welt folgen und uns durch die unzähligen Jump'n'Run-Levels kämpfen. Erst ganz am Ende wartet der große "Kampf der Gladiatoren". Und wenn wir den gewinnen, kriegen wir Peach zurück - das war schon immer so. Innerhalb dieser festgelegten Gesetze Neues zu erfinden, das ist die Kunst bei Mario. Sechs Jahre ist es her, dass "New Super Mario Bros." für den DS erschienen ist. Letztes Jahr gab es, quasi als Überbrückung, "Super Mario 3D Land".
Wer das im November 2011 erschienene Spiel besitzt (war ja auch schon in 3D), kann sich den Kauf von "Super Mario Bros. 2" möglicherweise sparen. Es sei denn, man hat es schon durch oder ist einfach Fan. Denn so massiv wie der Unterschied des 2006er "Super Mario Bros. DS" zum neuen Teil 2 jetzt, ist der Sprung von 2011 bis 2012 nicht. Trotzdem ist der Spielspaß wieder die große Stärke von Mario. Mehr denn je geht es dieses Mal darum, innerhalb der einzelnen Level nicht nur an den unzähligen Feinden vorbei zu kommen, sondern auch möglichst viele Goldmünzen einzusammeln. Logisch, dass die in Fülle vor allem in der Nähe besagter Feinde versteckt sind. Lässt man die Sammelei aus, um möglichst schnell, einfach nur heile durch das Level zu kommen, fehlt einem am Ende Gold für die vielen Extra-Level.
Spezielle "Goldfeinde" ziehen zudem eine Münz-Spur hinter sich her, Höhlen voller Edelmetall warten darauf, ausgehoben zu werden und in jedem Level ist es sogar möglich, mittels eines Goldrings Gegner in wertvolle Klimpermünzen zu verwandeln. Gut für Mario, gut für den Spieler, nicht so gut für Prinzessin Peach. Denn angesichts dieser Schätze ist sie nicht mehr der einzige Schatz für Mario. Weil dabei auch viele ungewohnte Wege genommen werden müssen, sind auch viele neue Items mit dabei. Damit kann Mario zum Teil fliegen, es gibt wieder wundervoll designte Unterwasserwelten, neue Spielideen, Levels, Moves und Extras: Im lokalen, kabellosen Netzwerk können Mario und Luigi das glänzende neue Abenteuer sogar zusammen durchspielen, einfach mit jemand zweitem, der auch einen Nintendo 3DS besitzt.
Wie bereits angerissen: Wer das 2011er "Super Mario 3D Land" besitzt und damit noch nicht durch ist, kann getrost warten und später zuschlagen. Wer einen neuen Mario für unterwegs sucht, oder Mario-Fan ist, macht hier (wie immer) nichts falsch. Mario ist und bleibt der König des Jump'n'Run. Die Kombination aus Gameplay, Grafik, Sound und Steuerung hat nahezu keinerlei Schwächen. Außer der Tatsache, dass man auch wieder nicht drum herum kommen wird, sich bis zur Weißglut zu ärgern, weil man aus reiner Münzen-Gier doch wieder mal ein zu großes Wagnis eingegangen ist, Mario verliert und man das Level wieder mal von vorne beginnt. Den mittlerweile relativ normalen Preis von knapp 40 Euro für das Spiel ist "Super Mario Bros. 2" absolut wert.
(Tom Westerholt)
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