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Thema

Drogenkrieg am Filmset

"Wie ein permanenter Schatten"

Sendung vom 19. Oktober 2012

Auf beiden Seiten des Rio Grande entstehen in jüngster Zeit Filme, die sich um den Drogenkrieg in Mexiko drehen: Vor kurzem kam mit viel Tam Tam der amerikanische Thriller "Savages" in die Kinos, auf mexikanischer Seite ist das Drama "Miss Bala" das neueste Werk. Jenseits der gewaltgeladenen Filmstreifen herrscht um das Thema aber eher Lethargie.

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Niko Aslanidis im Gespräch mit Martin Polanski (19.10.12), 4'20


In Europa schafft es der mexikanische Drogenkrieg nur in die Schlagzeilen, wenn er mal wieder spektakulären Stoff liefert - zum Beispiel Anfang Oktober, als der führende Kopf des Drogenkartells "Los Zetas" im Gefecht mit Marinesoldaten starb und später aus der Leichenhalle verschwand. In Mexiko dagegen sind Nachrichten von brutal Getöteten an der Tagesordnung; seit 2006 sind etwa 60.000 Menschen in der Schusslinie zwischen verfeindeten Drogenbanden und den Sicherheitskräften umgekommen.


Ratlosigkeit in der Gesellschaft

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"Man nimmt die Bilder in den Zeitungen und auch die Filme über den Drogenkrieg hier zur Kenntnis", beobachtet Funkhaus Europa-Reporter Martin Polanski in Mexiko City. "Aber es führt nicht etwa zu einem Zusammenrücken der Gesellschaft." Für ihn ist der Drogenkrieg in Mexiko eher als "permanenter Schatten" spürbar, der sich über das ganze Land gelegt hat. Auch Gerardo Naranjo, der Regisseur von "Miss Bala", spricht von einer gewissen Lethargie in der mexikanischen Gesellschaft. "Wir wissen nicht, wie wir auf die Gewalt reagieren sollen", erklärte er im Interview mit der New York Times.
(Regina Mennig)





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