Donnerstag, 23.05.2013
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Graffiti Global
Sendung vom 30. Oktober 2012
Es ist überall. Es ist gerne bunt und detailverliebt. Es kann aber auch hässlich sein und es gibt viele, die sich darüber ärgern und viel Geld bezahlen, damit es weggemacht wird: Graffiti. Von New York aus hat es seinen Siegeszug um die Welt angetreten und vor allem Großstädte sind heutzutage ohne Graffiti nicht mehr denkbar.
Siham El-Maimouni im Gespräch mit Rodothea Seralidou, Funkhaus Europa-Reporterin
(02.11.12), 5'02
Auf der Suche nach der ultimativen Graffiti-Hauptstadt haben wir einen heißen Tipp bekommen: Athen. Einer der aktivsten Künstler der Berliner Graffitiszene hat uns die griechische Hauptstadt als das aktuelle Mekka für Sprüher empfohlen. Diesem Geheimtipp ist unsere Reporterin Rodothea Seralidou nachgegangen.
Immer häufiger landen Graffiti in Galerien. Die Kunst von der Straße ist salonfähig geworden. Aber wie schaffen die Sprayer den Sprung in die legale Welt? Und wer bewertet eigentlich ihre Arbeiten? Robert Kaltenhäuser ist so jemand. Im Ruhrgebiet und Düsseldorf arbeitet er als Graffiti-Kurator.
Siham El-Maimouni im Gespräch mit Bamdad Esmaili, Funkhaus Europa-Reporter
(31.10.12), 3'04
Das umstrittene Atomprogramm, unterdrückte Oppositionelle, Hassreden gegen Israel. Der Iran macht momentan hauptsächlich durch negative Schlagzeilen auf sich aufmerksam. Was man in Europa weniger mitbekommt: Mehr und mehr westliche Phänomene sind auch in dem streng islamischen Land zu beobachten. So gibt es dort zum Beispiel auch eine lebendige Graffiti-Kultur. Unser Reporter Bamdad Esmaili berichtet davon, wie schwer es die Graffiti-Künstler im Iran haben. Sie werden in Teheran neuerdings als Satanisten bezeichnet, und landen schlimmstenfalls im Gefängnis.
Graffiti Global: TeheranSiham El-Maimouni im Gespräch mit Anne Herrberg, Autorin
(30.10.12), 4'13
Wer hat da wieder an die Wand geschmiert?! Wer ohne Erlaubnis eine öffentliche Wand bemalt, muss in Deutschland mit einer Anzeige wegen Sachbeschädigung rechnen. Nicht so in Buenos Aires. Die Polizei hat anderes zu tun, die Anwohner freuen sich meist sogar, dass jemand ihre graue Hausfassade verschönert.
Wunderbare Voraussetzungen also für Graffiti- und Street Art Künstler. Mittlerweile gilt Buenos Aires als eine der spannendsten "Freiluft-Galerien" der Welt. Anne Herrberg hat sich für uns in der lebendigen Szene der argentinischen Hauptstadt umgesehen.
Graffiti Global: Buenos Aires
grafittimundoSiham El-Maimouni im Gespräch mit Emily Thomey, Funkhaus Europa-Reporterin
(29.10.12), 5'33
Die U- und S-Bahnen in Berlin sind gelb und rot. Für einige so genannte Trainwriter sind das zu wenige Farben. Sie schreiben mit Sprühlack ihre eigenen Schriftzüge und Bilder auf die Bahnen: illegal, heimlich, nachts oft unter gefährlichen Umständen. Der Dokumentarfilm "Unlike-U" hat es geschafft die Trainwriting Szene in Berlin zu porträtieren und auch Außenstehenden näher zu bringen. Berlin gilt als Graffiti Hauptstadt Europas. Emily Thomey hat mit Insidern der Szene darüber gesprochen, warum Berlin so einen Stellenwert hat und was das für Konsequenzen für die Maler hat. Außerdem geht es um die Dokumentation "Unlike-U", die sich mit der Trainwriting-Szene in Berlin beschäftigt. Der Film durfte lange Zeit nicht vertrieben werden, weil die Berliner Verkehrsbetriebe dagegen geklagt hatten. Das Verbot wurde aber vor einigen Tagen wieder gekippt.
Graffiti Global: Berlin
Bilder sagen oft mehr als tausend Worte. In der ägyptischen Hauptstadt Kairo versuchen junge Künstler seit der Revolution, auch mit Bildern Politik zu machen. Sie bringen nicht nur die Zustände im alten Regime aufs Tapet, sondern kritisieren auch die neuen Machthaber.
Graffiti Global: KairoDer französisch-tunesische Künstler eL Seed mag Herausforderungen: In Gabès, der Heimatstadt seiner Eltern, hat er das größte Graffiti des Landes gemalt. Und das ausgerechnet auf einem Minarett. Rund 20 Meter hoch und fünf Meter breit ist das Gemälde, das ein Zitat aus dem Koran darstellt: "Oh ihr Menschen, wir haben euch aus Mann und Frau erschaffen und euch zu Völkern und Stämmen gemacht, auf dass ihr einander erkennen möget." Der Imam hofft darauf, dass durch das Graffiti möglichst viele Menschen die Moschee besuchen werden. Und eL Seed selbst sieht sein Werk als Beitrag zur aktuellen Debatte, wohin das Land steuern soll: "Man kann unterschiedlich sein und trotzdem zusammen leben."
eL Seed-Art.comDer WDR ist nicht für die Inhalte fremder Seiten verantwortlich, die über einen Link erreicht werden.