Samstag, 18.05.2013
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Alltag in Athen
Über eine Million Besucher aus der ganzen Welt pilgern jedes Jahr zum Wahrzeichen Athens, der Akropolis. Doch vor allem den Einheimischen ist der Hügel um die antike Festung heilig. Unsere Reporterin Rodothea Seralidou hat in der griechischen Hauptstadt Menschen getroffen, die ihre ganz persönliche Beziehung zur Akropolis haben.
Beitrag von Rodothea Seralidou, Funkhaus Europa-Reporterin
(11.10.12), 3'53
Wenn Dimitrios Pandermalis durch die Räume des neuen Akropolismuseums geht, wird er vom Personal respektvoll begrüßt. Der 72-jährige Archäologieprofessor ist der Direktor des Prachstücks unter den griechischen Museen, dass erst 2009 eröffnet wurde. Doch Zeit, das Ambiente zu genießen, bleibt ihm kaum. Das Bild vom Museumsdirektor, der einsam durch die Säle geht, sei zwar romantisch, sagt er mit einem Lächeln, aber unrealistisch. Pandermalis hat immer etwas zu tun und freut sich, dass das Publikum "sein" Museum so begeistert annimmt wie er selbst.
Beitrag von Rodothea Seralidou, Funkhaus Europa-Reporterin
(10.10.12), 3'27
Gebürtige Plakioten findet man nur selten - Dimitris Avadelos ist einer. Plaka, das ist die Athener Altstadt mit den kleinen Häuschen am Fuße der Akropolis. Wenn Dimitris an die Plaka seiner Kindheit denkt, wird er wehmütig. "Das war noch eine richtige Nachbarschaft", sagt er. Da, wo es früher kleine Tante-Emma-Läden gab, reihen sich heute Souvenirgeschäfte aneinander. Doch den Stadtteil deswegen verlassen? Er schüttelt den Kopf: "Nie im Leben!" Alles, was ihm wichtig ist, sei hier, direkt unter der Akropolis.
Beitrag von Rodothea Seralidou, Funkhaus Europa-Reporterin
(09.10.12), 3'22
"Auf der Akropolis zu arbeiten, ist schon etwas ganz Besonderes", sagt Themis Vakoulis, der erst seit wenigen Monaten als Archäologe auf dem "heiligen Felsen" tätig ist. Der 45-jährige hatte seit seiner Kindheit nur einen Berufswunsch: Archäologie zu studieren. Doch dass er auf der Akropolis arbeiten würde, hätte er sich nie träumen lassen. Von ihrer jahrtausende alten Geschichte könne man viel lernen, erklärt er - auch, was die heutige Krise angeht.
Beitrag von Rodothea Seralidou, Funkhaus Europa-Reporterin
(08.10.12), 2'44
Wer Maria Kyriakou zum ersten Mal besucht, ist sprachlos. Denn von ihrem Balkon im Stadtteil Ano Petralona hat Maria einen atemberaubenden Ausblick auf die Akropolis. Auch ihr Freund Jannis konnte seinen Augen nicht trauen. "Ich glaube", sagt Maria scherzhaft, "das war auch ein Grund, mir einen Heiratsantrag zu machen. Eine Frau mit so einer Aussicht von ihrem Balkon findet man nicht jeden Tag." Umso schockierter war die 31-jährige, als sie eines Tages aufwachte und bemerkte: Die Akropolis ist weg!
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