Mittwoch, 22.05.2013
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Die Unterschiede nutzen
Sendung vom 23. Oktober 2012
Kulturelle Vielfalt ist im WDR und in vielen anderen Unternehmen gelebte Normalität. Vielfalt kann dabei Chance und Herausforderung zugleich sein. Wie stellen sich Medien, Wirtschaft und kommunale Verwaltungen darauf ein? Darüber wurde am Dienstag (23.10.12) auf einer WDR-Konferenz in Köln diskutiert, und auch Funkhaus Europa hat heute im Programm nach Antworten auf diese Fragen gesucht.
WDR-Intendantin Monika Piel sagte zur Eröffnung der Veranstaltung: "Die Förderung interkultureller Kompetenz unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist für uns selbstverständlich. Besonderen Wert legen wir dabei darauf, junge Menschen mit Zuwanderungsgeschichte für den WDR zu gewinnen und zu professionalisieren, unter anderem mit der Talentwerkstatt "Grenzenlos", die sich sehr erfolgreich entwickelt hat."
Im Vorfeld der Konferenz hatte der WDR - erstmals in der deutschen Medienlandschaft - eine Befragung zum Thema unter all seinen Mitarbeitern durchgeführt. Dabei kam heraus: Für eine große Mehrheit der Beschäftigten des WDR ist kulturelle Vielfalt gelebter Alltag, vor allem am Arbeitsplatz im Kölner Sender. "Damit ist der WDR ein ganz wesentlicher Faktor und Treiber für interkulturelle Alltagserfahrungen", erklärte Wolfgang Schmitz, WDR-Hörfunkdirektor und Vorsitzender des Beirats für Integration und Vielfalt.
Während der Vormittag von Panel-Diskussionen geprägt war, konnten sich die Konferenzteilnehmer am Nachmittag dann direkt in drei verschiedenen Workshops austauschen: "Personalmarketing und betriebliche Aus- und Fortbildung", "Unternehmenskommunikation und Profilbildung" sowie "Vielfalt im Arbeitsalltag". 25 Unternehmen sind an den Workshops und der Konferenz beteiligt: von der Bertelsmann Stiftung über die Deutsche Telekom, Henkel, Mediengruppe RTL oder der Vodafone-Stiftung Deutschland bis hin zu Stadtverwaltungen oder dem Regierungsbezirk Arnsberg.
Im Programm von Funkhaus Europa wurden die zentralen Fragestellungen der Konferenz gleich mehrfach aufgearbeitet. Zum Beispiel mit Tina Jelveh, der jüngsten Bürgermeisterin Deutschlands. Die heute 24-Jährige kam mit 8 Jahren aus dem Iran nach Deutschland und lebt nun in Herne. In der Ruhrgebietsstadt leben rund 20.000 Menschen mit Migrationshintergrund.
Ein weiterer Gesprächspartner war Hans Jablonski, der sich hauptberuflich mit Vielfalt im Unternehmen beschäftigt. Als Diversity Manager und Coach weiß er, worauf Arbeitgeber in Zukunft achten sollten, um von den unterschiedlichsten kulturellen Hintergründen profitieren zu können.
Reporter Melih Serter hat sich unterdessen bei einigen Wissenschaftlern umgehört und dabei festgestellt, dass das Diversity Management in Deutschland im Vergleich zu den USA noch in den Kinderschuhen steckt.
"Worauf Arbeitgeber in Zukunft achten sollten."
Diversity – Vielfalt und im gesellschaftlichen Sinne, kulturelle Vielfalt
Politik, Kultur, Gesellschaft [Funkhaus Europa]
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