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Thema

Grabräuber in Ägypten

Schlechte Sicherheitslage bedroht Kulturerbe

Sendung vom 05. März 2013

Den größten Touristenzulauf haben Reiseziele am Roten Meer, die weitgehend von den politischen Unruhen unbeeinflußt sind. Doch in Kairo stehen die meisten Hotels leer und auf dem Nil sind nur noch wenige Kreuzfahrtschiffe unterwegs. Keine guten Zeiten für die Tourismusbranche, umso bessere jedoch für Grabräuber, wie Korrespondentin Cornelia Wegerhoff zu berichten weiß.

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Elif Senel im Gespräch mit Cornelia Wegerhoff, Ägypten Korrespondentin

(05.03.13), 4'29


In Berlin beginnt Mittwoch (6. März) die Internationale Tourismusbörse. Mit großflächigen Plakaten rund um das Messegelände rührt schon seit Wochen das "Land der Pharaonen", das Reiseland Ägypten die Werbetrommel. Das hat es auch bitter nötig, denn durch die anhaltenden politischen Unruhen seit der Revolution ist die Zahl der Urlauber dort stark zurückgegangen. Dass da ausgerechnet der Slogan "Taste the change", "Koste den Wandel" auf den Plakaten steht, wirkt mit Blick auf die Straßenschlachten mit Toten und Verletzten fast schon makaber.


Und auch ägyptische Kulturaktivisten können angesichts solcher Schönfärbereien nur den Kopf schütteln. Denn aufgrund der schlechten Sicherheitslage im Land sei genau das in Gefahr, wofür bei der ITB mit viel Tamtam geworben werde: Das ägyptische Kulturerbe. So sind im Pyramiden-Areal vor den Toren Kairos tagsüber zwar kaum noch Touristen unterwegs, aber nachts stattdessen regelmäßig Grabräuber-Banden.
(Cornelia Wegerhoff)





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