Freitag, 24.05.2013
Sie befinden sich hier:
WDR.de
Macaco
Macaco: Rumbo Submarino
Livemitschnitt vom Macaco Konzert am 12.10.07 im Stadtgarten Köln gesendet am 28.12.07 in World Live
Das Projekt um Dani "El Mono Loco" rangiert unter den unangefochtenen Platzhirschen der Mestizaje-Szene Barcelonas. Dabei sind die Aktivitäten des rührigen Allrounders Dani außerhalb seiner Band fast zahlreicher: Seine notorisch-nasale Stimme und seine Produktions-künste sind immer wieder bei Barna-Kollegen wie Ojos De Brujo, Dusminguet oder Wagner Pá gefragt, ebenso bei internationalen Combos wie den Mexikanern Los De Abajo. Mit Compañeros aus Argentinien, Kolumbien, Brasilien und Spanien trat Dani die Bandhistorie von Macaco 1997 los. "El Mono En El Ojo del Tigre" wurde der turbulente Startschuss, mit einem Hexenkessel, in dem Rumba, Reggae, Rap und elektronische Gimmicks blubberten, dazwischen Straßen-geräusche aus dem Raval und anderen Barrios Barcelonas. Als Gäste fanden sich JuanLu von den Ojos De Brujo, die Amparanoia-Sängerin Amparo Sanchez und der Rapper Mucho Muchacho von 7 Notas 7 Colores ein. Perfektioniert wurde der Mestizaje-Sound auf dem zweiten Album "Rumbo Submarino", auf dem sich wiederum prominente Gäste wie der Brasilianer Lenine, Manu Chaos sizilianischer Startrompeter Roy Paci und die Senegal-Legenden Touré Kunda hören ließen.
Die Eröffnungsnummer "S.O.S." entwickelt mit ihren eindringlichen Reggae-Riddims absoluten Ohrwurm-Charakter, dann folgen hitzige Salsa, Flamenco-HipHop, balkanesk anmutende Balladen, Ska-Rock. Der Zweitling brachte auch den Durchbruch in ganz Europa, Macaco spielten auf wichtigen Festivals. Dani, rastlos wie eh und je, gründete zwischendurch sein eigenes Label Mundo Zurdo, auf dem 2004 auch das dritte Opus als Doppel-CD erschien. Und die gibt sich soundtechnisch nochmals gereifter, jongliert weiterhin in einer ganz eigenen Liga mit Salsa-, Samba-, Reggae- und HipHop-Vokabular. Macaco bedient sich diesmal der Stimme von Lilian Vieira (Zuco 103) und der Barna-Kombattantin Nubla. Die aktuellen Bandmitglieder spiegeln wiederum das kosmopolitische Flechtwerk der katalanischen Metropole wider: Neben vier Barcelona-Jungs agieren der Keyboarder Fernando Tejero aus Buenos Aires, der kamerunische Bassist Bikôkô, Drummer Mato ist Venezolaner und Sandro Lustosa, verantwortlich für die Perkussion, hat amazonische Wurzeln. Neuerdings stochert Dani auch in Barna-Nostalgie: Auf dem Album "Cosa Nostra" musiziert er mit alten Gitano-Patriarchen, die in vergangenen Dekaden Rumba-Geschichte geschrieben haben.
Der WDR ist nicht für die Inhalte fremder Seiten verantwortlich, die über einen Link erreicht werden.